Drei-Dimensionale Führung

 Die Verknüpfung von Agiler Führung mit der Kampfkunst AIKIDO in Bezug auf die Schwerpunkte „Motivation und Demotivation“.


Wolfram M. Walter, PMD Akademie, Gera 02.2018

Am 31.01.2018 hielt Herr Wolfram M. Walter, Geschäftsführer der PMD Akademie, einen Vortrag an der IUBH Erfurt (Internationale Hochschule Duales Studium) vor Studenten, Führungskräften und Unternehmern einen 2-stündigen Vortrag.

Bei dem Vortrag ging es um die Verknüpfung von Agiler Führung mit den Schwerpunkten „Motivation und Demotivation“ mit der Kampfkunst AIKIDO. In seinem Impulsvortrag machte Herr Walter deutlich, dass man Mitarbeiter nur schwer motivieren aber beliebig stark demotivieren kann. Dabei spielt das Verhalten der Führungskräfte eine besondere Rolle. Führungskraft haben die Aufgabe, Demotivationsfaktoren zu erkennen, diese aus dem Weg zu räumen und den Mitarbeitern mit Vertrauen und Offenheit zu begegnen mit dem Ziel, Freiräume zu schaffen. „Es kann nicht richtig sein, dass wir von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer mehr Verantwortung, Flexibilität und Eigeninitiative erwarten aber gleichzeitig fordern, dass man Stempeluhren bedient. In der heutigen VUKA-Welt passen die alten Führungsstrukturen nicht mehr“, meint Wolfram M. Walter.


Der Begriff VUKA ist geprägt worden, weil sich die Anforderungen im Kontext Digitalisierung an die Arbeitswelt und somit an die Menschen deutlich verändert hat. VUKA steht für Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Die passende Antwort darauf lautet VOPA: Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität. Das setzt aber ein ganz anderes Führungsverständnis voraus als vor wenigen Jahren. Agil Leadership, Arbeitswelt 4.0, Srum oder New Work. Alle gehen in eine ähnliche Richtung. Am Ende spielt es keine Rolle, wie man es nennt. Fakt ist, dass sich Führungskräfte und somit die Führungskultur ändern muss.


Gibt man Menschen eine Aufgabe und diese setzen die Aufgabe nicht richtig um, kennen wir vermeintlich recht schnell die Gründe: Die wollen oder die können nicht! Dies mag in vielen Fällen stimmen, ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Oft möchten und wollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber sie DÜRFEN nicht. Starre Prozess und Organisationsstrukturen, verkrustetet Hierarchien, persönliche Befindlichkeiten oder eine von Mistrauen geprägte Unternehmenskultur nehmen den Menschen die Freiräume, einmal „Dürfen zu dürfen“.


Aber genau diese 3. Führungsdimension ist der ausschlaggebende Punkt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Freiräume haben und sich engagieren können, sind deutlich zufriedener und machen das Unternehmen erfolgreich. Das zeigen nicht nur Studien, wie z.B. die Gallup-Studie, sondern auch erfolgreiche Unternehmen, wie z.B. Gore-Tex. Die vier Führungsprinzipien des Ehepaar Gore lauten: Freiheit, Fairness, Selbstverantwortung, Wasserlinie (bei „Wasserlinie“ handelt es sich um die Regel, bei man bei unternehmenskritischen Entscheidungen möglichst viele Menschen einbindet)

Nun stellt sich die Frage, was dies alles mit der Kampfkunst AIKIDO zu tun hat. Wolfram M. Walter: „Auch beim AIKIDO funktionieren die Techniken nur, wenn alle drei Ebenen bedient werden. Aus diesem Grund begegnen wir eine gegen uns gerichtete Energie nicht mit Gegenenergie sondern wir nehmen die Kraft auf und nutzen sie. Damit das klappt, müssen wir alle Richtungen gleichzeitig bedienen: vorwärts-rückwärts, recht-links, oben-unten“. Darüber hinaus, insbesondere bei dem Umgang mit Waffen, muss die Energie fokussiert und auf den Punkt genau angewendet werden. Auch hier gibt es Parallelen zur Arbeitswelt: Entscheidungen müssen exakt und klar getroffen werden. Klare Anforderungen erfordern klare Entscheidungen. Nicht auf die lange Bank schieben, nicht „rumeiern“.

Damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Umgang mit Energie „greifen“ konnten, wurden einige AIKIDO-Übungen praktisch durchgeführt. Es war schon eine besondere Erfahrung, mit Trainingsschwertern gegenüber zu stehen oder zu trainieren, wie kraftvoll Energie wirkt, die auf den Punkt gebracht wirkt. Anhand von weiteren Übungen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, wie man mit Druck umgeht und was auch schon kleine Veränderungen bewirken können.

 

Agile Führung ist eine der Grundvoraussetzungen, um die anstehenden Aufgaben im Kontext „Digitalisierung“ bewältigen zu können. Viele Seminare beschränken sich darauf, Handlungsmuster vorzugeben, Ratschläge zu geben oder im besten Fall noch Rollenspiele durchzuführen. Der Workshop der PMD Akademie verfolgt einen anderen Ansatz. Hier wird Führung und Energie haptisch, sie wird greifbar und somit erfahrbar. Da jedes Unternehmen etwas andere Schwerpunkte hat, werden die Inhalte auf die jeweiligen Anforderungen angepasst. So wurde diese Seminarkonzept z.B. in Verbindung mit Beschwerdemanagement und Service-Controlling umgesetzt.

Wenn Sie Fragen dazu haben oder einen Referenten für einen etwas anderen Vortrag suchen, dann nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.


Weitere Informationen zum Thema „Demotivation“ finden Sie in dem Aufsatz Mitarbeitermotivation vermeiden, Demotivation verhindern in unserem Download-Verzeichnis.

Die gezeigten Folien finden Sie ebenfalls im Download-Verzeichnis.

 

Autor

Wolfram M. Walter

Geschäftsführer der PMD Projektmanagement Deutschland Akademie GmbH
Professional Scrum Master
Member of German Speakers Association

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Heike Wenzel

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